In Pamukkale haben wir uns mit Peter verabredet. Ihr erinnert euch vielleicht? Wir trafen uns in Griechenland und wollten unbedingt noch einige Tage zusammen fahren. Peter ist allerdings sehr viel schneller als wir unterwegs und wollte sich erst einmal den Norden ansehen. Die Fahrt durch die Berge bringt überwiegend großen Spaß, wir halten aber mehrmals, um unsere T-Shirts in Wasser zu tauchen. Grade innerhalb der Ortschaften bei dichtem Verkehr ist es vor Hitze kaum auszuhalten. Am frühen Nachmittag bauen wir unser Zelt am Platz der allerschönsten Aussicht auf und wundern uns. Warum ist Peter noch nicht hier? Er hatte doch nur die doppelte Strecke zurückzulegen, er müsste doch längst hier sein? 😉

Albi bei traumhafter Aussicht auf Pamukkale.

So planschen wir erst einmal etwas im Pool und erholen uns von der Fahrt, schließlich ist es noch immer verdammt heiß. Der hübsche kleine Campingplatz wird überwiegend durch Gleitschirmflieger genutzt, was ein wirklich schöner Anblick ist. Bestimmt bringt das riesigen Spaß! Die Terrassen und Wasserfälle von Pamukkale sehen wir übrigens nur im Vorbeifahren, die Busse der Tagestouristen schrecken uns ab und schließlich haben wir von unserem Zeltplatz aus selbst einen wunderschönen Blick. Und dann kommt ein großes Moped! Ist es Peters Paula? Ja, Peter ist da! Wir freuen uns so sehr. Wir tauschen unsere Erlebnisse seit dem letzten Treffen aus, trinken einige Biere und kochen die schlechtesten Spaghetti meines Lebens. Ein toller Abend! Peter hatte großes Pech mit dem Iran Visum und musste Trabzon am Ende ohne selbiges wieder verlassen. Kein Iran für Peter. Mittlerweile ist er aber wieder gut drauf. Und für uns ist es eine wichtige Info und außerdem die Gelegenheit einige Tage mit Peter zu verbringen, die er ansonsten vielleicht nicht für uns gehabt hätte. Notiz an mich selbst: Referenznummer Iran bestellen nicht vergessen!

Peter und Albi mit eiskaltem Bier am Zeltplatz.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Schatten verpassen wir irgendwie den Zeitpunkt der Abfahrt. Wir sabbeln so viel, schauen die Landschaft an und kochen Kaffee um Kaffee. Also bleiben wir noch einen Tag, hier lässt es sich ja gut aushalten. Die Jungs nutzen die Gelegenheit das Werkzeug auszupacken und unseren Benzinkocher zu reparieren, der am Ende tatsächlich nicht mehr so zickt! (Anmerkung des Korrekturlesers: Was heißt denn hier „nicht mehr so zickt“? Nach unserer Reparatur ist das Ding wie neu!) Und weil wir gestern geübt haben, gelingt uns heute sogar ein total leckeres Abendessen.

Pamukkale und Denizli.

Am nächsten Tag fahren wir eine hübsche Strecke, der Hitze wegen zwar über die Schnellstraße, aber kurvig und durch schöne Landschaften nach Dalyan. Hier dürfen eigentlich keine Fahrzeuge auf den Campingplatz aber für unsere Mopeds machen sie eine Ausnahme und wir haben ohne großes Geschleppe alle Sachen auf einem Fleck. Sehr bequem. Der Ort Dalyan ist durchaus touristisch, aber trotzdem irgendwie angenehm. Zurück beim Zelt kann ich eine Dose des Hundefutters, das wir eigentlich für Cornflake gekauft hatten, an eine Katzenfamilie verfüttern. Unglaublich, was die kleinen wegfuttern! Cornflake fehlt uns noch immer sehr, hoffentlich geht es ihm gut.

Die Felsengräber von Kaunos in Dalyan. Da der Campingplatz genau gegenüber lag, haben wir uns eine weitere Besichtigung gespart 🙂