Die grünen Versicherungskarten haben wir leider Zuhause vergessen, und in Griechenland gibt es auch keine Filiale, in der wir uns eine neue ausstellen lassen könnten. René findet die Biester aber nach ausgiebiger Detektivarbeit („René Jones auf der Suche nach den grünen Versicherungskarten“) und mailt uns einen Scan, bevor er sie in unser Carepaket legt. Mit Farbausdrucken bewaffnet kommen wir also an die griechisch/türkische Grenze und schauen mal, wie weit wir damit kommen ohne eine weitere Versicherung kaufen zu müssen.

Wir durchlaufen etliche Stationen, deren Sinn sich mir nicht vollständig erschließt. Hier der Fahrzeugschein, da ein Barcode für den Pass, dort wird er gelesen, hier nochmal der Fahrzeugschein. Und vielleicht den Pass? Pass geht immer. Und der Scan? Den schaut niemand näher an. Und aus der Ferne sieht er ganz schön echt aus. Wie freuen uns sehr: Willkommen in der Türkei!

Albi nach langem Fahrtag auf der Fähre nach Çanakkale.

Schonmal bei den Mopeds bereitstellen – gleich gehts weiter.

Verdammt ist es heiß hier! Wir nehmen die Fähre von Kilitbhir nach Çanakkale und leiden ganz ordentlich in der Hitze. Die Garmins sind mit Openstreetmaps bewaffnet, diese sind aber mit Landeswechsel recht informationsarm geworden. Straßen kennt die Map zwar noch, Übernachtungsmöglichkeiten sind aber kaum noch verzeichnet. Auch die Papierkarte hat nur wenige Campingplätze vermerkt, und so suchen wir an Tag eins vergeblich nach einem Zeltplatz. „Da ist einer!“ „Ach ne, doch nicht.“ Eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Türken ist nämlich das Picknick. Die ganze Familie wird gemeinsam mit dem Kücheninhalt und einigen Decken ins Auto verfrachtet und fährt ins Grüne, um im Schatten zusammenzusitzen. Sieht aus wie Camping, ist es aber nicht. Abends müssen alle wieder verschwunden sein. Aus lauter Müdigkeit nehmen wir das zweite, jedoch ebenfalls überteuerte Hotelzimmer in Güzelyalı und teilen es mit etlichen Mücken. Die Stimmung ist eher geht so. Außerdem ist es verdammt heiß! Den Campingplatz für die nächste Nacht recherchieren wir schon mal im Hotel, damit es morgen etwas leichter wird.