Das Wunder der Zeitverschiebung, heute: wir bekommen einen Tag geschenkt. In Honolulu sind wir gelandet, da sind wir in Sydney noch gar nicht gestartet. Lustige Sache, effektiv aber ohne Konsequenzen. Verdammt, da hätte man doch was Lustiges draus machen können! Wir landen am relativ frühen Morgen am fröhlichen Inselflughafen, der mit Hulamädchen und Hibiskusblüten geschmückt ist. Die Sonne lacht und das Flughafenpersonal scheint überwiegend polynesischen Ursprungs zu sein, unsere Einreise verläuft problemlos, Aloha Hawai’i!

Hier sind wir nun, in der Heimat von Magnum und der Ananas, Pearl Harbour und der Süßkartoffel, Surfern und Blütenkränzen, dem Inbegriff von Strandurlaub schlechthin. Fühlt sich ganz gut an. Unsere Wohnung ist noch nicht ganz bezugsfertig, daher gehen wir erst einmal etwas frühstücken.

 

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In Honolulu frühstückt man gern bei Egg ’n‘ things. Eine luftige zweistöckige Bretterbude, die darum bittet, nicht in Badebekleidung zu speisen. Sandige Flipflops und feuchte Shirts sind aber okay, so förmlich ist man hier denn doch nicht. Spätestens bei der Bestellung merken wir dann: Wir sind in den Vereinigten Staaten. Wo sonst würde einem die Bedienung in typischer Diner-Uniform etwas simples wie einen Bestellvorgang erläutern? „Ich schicke erst Ihre Bestellung für die Speisen in die Küche, dann können sie zubereitet werden, während ich Ihren Getränkewunsch aufnehme. Was möchten Sie essen?“ Gemästet werden wir auch: „Keine Pfannkuchen? Einer von Ihnen muss die Pfannkuchen nehmen, Sie können sie dann teilen.“ Artig stimmen wir zu. Etwa eine Dreiviertelstunde später haben wir mehr Kalorien verputzt als in den letzten zwei Tagen zusammen und halten uns die Bäuche. Hier kommt also eine anstrengende Zeit auf uns zu…

 

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Wir wohnen am Waikiki Beach und den schauen wir uns nun erst einmal an. Blaues Meer, weißer feiner Sand, schmale Spazierwege, Strandlokale und grüne Parks mit Grills für jedermann wechseln sich ab. Das lässt sich doch schon mal aushalten. Ein Satz Liegen mit Sonnenschirm kostet 50 $ am Tag, bös! Das klingt schon weniger schön. Aber davon lassen wir uns nicht die Laune verderben, sondern genießen unseren Spaziergang an der Promenade. Nach und nach strömen Sonnenhungrige an den Strand. Das Publikum ist heterogener, als in Sydney. Familien mit Kindern, junge Menschen in Cliquen, ältere Menschen – sehr häufig auch mit Gehwagen und viele Soldaten. Hubschrauber fliegen so häufig über die Insel, dass niemand mehr den Kopf hebt.

Wir sind gespannt, was uns hier in den nächsten Wochen erwartet!