Das Appartement ist irgendwie etwas einsam nach dem Trubel der letzten Tage. Aber wir haben ja Programm, da bleibt keine Zeit für Traurigkeit. Wir stromern durch die Stadt, treiben etwas Sport, schauen uns die Geschichte der Emirate im Museum an und besuchen mit Begeisterung verschiedene Restaurants.

Dubai ist nicht unbedingt günstig, aber man bekommt hier alles, was das schlichte Herz begehrt. Und es wäre wohl kein arabisches Land, gäbe es keine Märkte, auch wenn diese größtenteils durch riesige Einkaufspaläste ersetzt wurden. Dubai ist zweifelsohne nicht wie andere Städte. Vom alten Dubai und der Wüste sieht man nur noch hier und dort etwas. Statt dessen erinnern die gewaltigen und glänzenden Gebäude an Szenen aus „per Anhalter durch die Galaxis“. Ich verstehe, wenn einem das Gewachsene fehlt, trotzdem kann man sich dem Visionärem nicht entziehen.

Die Menschen sind bunt gemischt, neben Arabern sieht man viele Inder und Philippinos, alle, aber wirklich alle Autos sind groß, sauber und neu.

Den letzten Tag in Dubai verbringen wir am Creek. Wie so oft ist der Fluss der Grund, warum die Stadt hier einst entstand.

Brücken gibt es hier kaum, praktischerweise sind diese Wassertaxis aber gut verfügbar.

Nachdem wir sogar in den unendlichen Weiten der Dubai-Mall erfolglos waren, treibt Henning einen kleinen Kameraschrauber mit einer Werkstatt im ersten Stock eines schmutzigen Gebäudekomplexes im Gewerbegebiet auf, der die Knipse wieder so hinbekommt, dass die Fotos frei von Klecksen sind. Besagte Bude und das Umfeld könnten gar nicht kontrastreicher zur blitzsauberen Metro und den klimatisierten Bahnhöfen, deren glänzende Böden und Wände eher an einen Konsumtempel erinnern, sein.

An die schöne Metro – Frauen haben übrigens eigene Bereiche, wenn sie möchten – können wir uns schon einmal gewöhnen, denn wir nehmen nun von den Mopeds Abschied. Wir bringen sie samt Papieren, Gepäck, Schlüsseln und Carnets zu einer kleinen Lagerhalle, sie werden bald in einen Container gesteckt und reisen mit einem Schiff zurück in die schönste Stadt der Welt.

Nach einigen kleineren Einkaufstouren machen wir uns mit klopfenden Herzen auf zum Flughafen. Nach so langer Zeit ohne die Mopeds zu reisen ist schon komisch. Außerdem fliege ich nicht so gern, mir wird oft etwas übel, wenn ich nicht selbst fahre (Anmerkung des Korrekturlesers: Trotzdem ist es vermutlich im Sinne aller, wenn Albi im Flugzeug nicht das Steuer übernimmt). Und es ist arg erniedrigend mit einer kleinen Papiertüte vor dem Mund in mitleidige Gesichter zu blicken. Mal sehen, was uns da heute erwartet.

Die letzten Stunden in diesem arabischen Café genießen wir. Hoffentlich behält Albi alles drin 😉