Gleicher Ausblick, gleicher Starbucks, gleicher Kaffee, sogar gleicher Sitzplatz. Ihr ahnt es vielleicht, wir suchen mal wieder online ein Hotel. Man stelle sich vor, die hehren Ungewaschenen beträten ohne Reservierungsbestätigung eine Hotellobby, sie müssten wie Maria und Josef im Stall übernachten! (Ihr merkt schon, ich bin etwas in Weihnachtsstimmung).
So jedenfalls buchen wir ein Apartment am anderen Ende der Stadt mit eigener Waschmaschine, um uns unauffällig wieder in die Zivilisation einzugliedern.

Die Bude ist super und neben der großen Wäsche nutzen wir die Gelegenheit auch, indisch essen zu gehen. Denn dorthin wollten wir ja eigentlich reisen, das müssen wir nun kompensieren. Aber wer weiß schon wo er mal landet und warum?

Vor 15 Jahren schon wollte ich in den Oman reisen und habe es trotzdem erst jetzt geschafft. Und in der Kürze der Zeit sehen wir nur wenig vom Land, vermutlich wird es also nicht der letzte Besuch sein.

Wir huschen wieder zu Fuß durch die Stadt und versuchen den blitzsauberen weißen Geländewagen – deren Motorhauben und Heckscheiben gern mit Sultan Quabus Gesicht geschmückt sind – auszuweichen. Fußgänger sind hier einfach nicht vorgesehen.

Der einzige weitere Fußgänger in Muscat außer uns ist wohl der Besitzer dieses hübschen Fahrzeugs.

Doch irgendwie gelingt es uns unverletzt immer näher an die Minarette der großen Sultan Quabus Moschee zu gelangen. Doch als wir endlich vor ihr stehen, ist es gar nicht die gesuchte.

Sehr hübsche Moschee, der Neubau bekommt gerade den letzten Schliff.

Ha! Hübsch ist sie, aber wohl etwas klein? Vielleicht hätten wir doch mal kurz auf den Stadtplan schauen sollen?

Egal, so schnell geben wir nicht auf und gefühlte Lichtjahre später umrunden wir sie dann doch. Und das dauert, denn klein ist sie wahrlich nicht. Die Besuchszeiten für Ungläubige sind längst vorbei, daher können wir euch nichts vom Inneren berichten und für morgen haben wir schon andere Pläne.