Spaßeinbußen muss man schon in Kauf nehmen, sofern man die Reifen nicht erneuert. Rund 23.000 Kilometer haben die Biester jetzt hinter sich, 20.000 hätten wohl genügt.
Wir machen uns auf nach Nizwa, wollen eines der unzähligen alten Forts ansehen. Ankommen werden wir dort letztlich nicht – auf jeden Fall nicht heute.
Der direkte Weg führt auf Schotter durch das Hadschar-Gebirge. Tatsächlich würde er mit frischen Reifen und ohne Gepäck riesigen Spaß bringen, der Weg ist schmal, steinig und steil mit tollem Ausblick.
So jedoch kapitulieren wir recht schnell und fahren statt dessen auf der perfekten Küstenstraße nach Muscat.

…und zum anderen sind die Abfahrten böse steil und sandig. Da passen wir mit unserem Gepäck und den abgefahrenen Reifen lieber.
Im Starbucks sitzen wir dann staubig mit eimergroßen Kaffeebechern zwischen lauter sauberen und wohlriechenden Menschen und waschen uns aus Anstand wenigstens mal die Hände. Einen wunderschönen Blick auf das Meer hat man von hieraus. Online buchen wir uns ein schmuckes Hotel mit praktischer Tiefgarage und dem leckersten Frühstück seit mindestens sechs Monaten.
onne und Hitze machen uns zu schaffen, außerdem ist die Stadt wirklich nicht für Fußgänger konzipiert. Ständig enden Fußwege plötzlich und wir huschen über vierspurige Straßen. Wenn wir Glück haben, können wir einen Standstreifen zum Gehen nutzen.
Wir besichtigen den Souk und den Hafen, freuen uns über leckeres indisches Essen und versuchen den unglaublich aufdringlichen Taxifahrern zu entkommen. Wird Zeit, dass wir wieder auf die Mopeds steigen, beim Klang des auffordernden Hupens der Taxen werden wir schon leicht aggressiv…
Die Dosen sehen aus als seien sie von hübschen Mädels bei Mondschein aus einer sehr seltenen Titanlegierung geklöppelt worden.
Und so ist es auch! Wer genau hinsieht, findet den kleingedruckten Hinweis „Kloeppeled from a very rare titanium alloy by pretty girls in the moonlight“…
Jaaa, endlich gehts weiter! Was kostet denn so ein Hotel Eurer Wahl im Schnitt?
Übrigens: Heute wurde hier im Radio vermeldet, dass vegane Ernährung zu Gehirnschwund führt, jedenfalls bei jungen Menschen. Da hab ich gleich gedacht: Mein Gott, jetzt schwinden denen die Gehirne da im Oman! Und dann noch diese komischen Cola-Dosen…….
Grüße
Heinz
Genau, und auch tatsächlich noch unterwegs 😉
Hotelkosten sind unterschiedlich. In ländlichen Gebieten zwischen 10 und 50 € pro Zimmer, je nachdem welchen Standard man gerade mal wieder braucht… In Städten ist es meist teurer, sehr in Dushanbe und eben Muscat. Da liegt man schon zwischen 80 und 100 €, daher haben wir das so gut vermieden wie es geht. Aber wenn man krank ist oder sich einfach die Stadt ohne Mopedklamotten ansehen möchte, muss man auch mal in den sauren Apfel beißen. Die Kosten bekommt man dann mit 2-3 Tage wild zelten aber wieder in den Griff.
Zudem hab ich eben nochmal kräftig den Kopf hin und her geschüttelt, da wackelt nix, Gehirn scheint noch die ursprüngliche Größe zu haben. Es sein denn, da hat sich im Zwischenraum jetzt der Kalk abgelagert… Danke auf jeden Fall für den Hinweis, wir werden das im Auge behalten 😉
Grüße
Henning